Madagaskar ist für Naturfreunde eines der Traumziele dieser Welt. Besonders der hohe Anteil an endemischen Tier- und Pflanzenarten macht die Insel sowohl für zoologisch Interessierte wie auch für Botaniker interessant. Obwohl leider schon ein erheblicher Teil der Natur zerstört ist, findet man auf Madagaskar auch heute noch atemberaubende Landschaften.

Für Terrarianer und Herpetologen bietet Madagaskar eine Vielzahl von hochinteressanten Arten. Für Echsenliebhaber sind die Chamäleons sicher ein Highlight, aber auch bei den Geckos, z.B. der Gattungen Phelsuma, Uroplatus, Geckolepis oder Paraoedura, gibt es viel zu entdecken. Mit zahlreichen Arten vertreten sind ebenfalls Schildechsen (Zonosaurus) sowie verschiedene Skinke.

Brookesia superciliaris
Phelsuma guttata Zonosaurus madagascariensis
Während Schildkröten nur mit einigen wenigen Arten auf Madagaskar vorkommen, ist die Anzahl der Schlangenarten wesentlich größer. Dennoch sind Begegnungen mit Schlangen nicht so häufig, da viele Arten eine versteckte Lebensweise führen oder bereits flüchten, bevor man sie überhaupt entdeckt hat. Die beeindruckesten Schlangen sind die Madagaskarboas, von denen es 3 Arten in zwei Gattungen gibt. Als Giftschlangen kommen auf Madagaskar nur Trugnattern vor, die aufgrund ihrer nach hinten gerichteten, tief im Rachen sitzenden Zähne für den Menschen weitgehend ungefährlich sind.
Madagaskarboa (Sanzinia madagascariensis)
Nicht zuletzt findet auch der Amphibienliebhaber eine Vielzahl verschiedenster Fröschen. Ein nächtliches Froschkonzert im Regenwald gehört dabei sicher zu den beeindruckensten Erlebnissen.

Mantella laevigata
Wer selbst einmal nach Madagaskar reisen möchte, dem kann zur Tierbeobachtung besonders der Besuch eines der Naturschutzgebiete empfohlen werden. Einige Gebiete, die ich im Januar 2007 besuchen konnte, möchte ich in den Unterpunkten näher vorstellen.